Bei welchen Beschwerden macht ein Buteyko Atem Coaching Sinn?

Die sich aus einer chronischen Hyperventilation ergebenden gesundheitlichen Probleme können gravierend und sehr vielfältig sein, denn eine dysfunktionale Atmung stört das Säure-/Basengleichgewicht im Blut. Unsere „Körperchemie“ funktioniert aber nur dann reibungslos, wenn dieses gegeben ist. Die so aus der Balance gebrachte Biochemie führt in Folge zu zahlreichen Problemen wie:

 
  • Durch das Atem-Normalisierungs-Training entspannt sich die glatte Muskulatur der Bronchien (Bronchodilatation) und die Sauerstoffversorgung auf zellulärer Ebene verbessert sich - man bekommt wieder besser Luft!

    Im besten Fall gelingt es tatsächlich, dass man keine oder nur noch ganz selten Bronchodilatatoren (Reliever) verwenden muss.

    Hinweis zu COPD: Natürlich kann auch durch ein Buteyko Atemtraining das Lungengewebe, das bereits zerstört ist, nicht wieder regeneriert werden. ABER: Das Gewebe, das noch intakt ist, wird besser genutzt!

  • Über 40 % der Deutschen leiden unter einen chronisch verstopften Nase!!! Und die ist bei all diesen Beschwerden oft das Hauptproblem - denn damit wird ein Teufelskreislauf in Gang gesetzt, der die Beschwerden dauerhaft unterhält.

    Durch das Atem-Normalisierungs-Training entspannt sich die glatte Muskulatur der Atemwege - man bekommt wieder richtig gut Luftdurch die Nase!

    Damit kann die Nase all die Schutzfunktionen, für die sie geschaffen ist, wieder ausüben: Erwärmung/Befeuchtung/Reinigung/Desinfektion der Atemluft, so dass in die tieferen Atemwege nur noch hochgereinigte Luft vordringt.

  • Durch das Atem-Normalisierungs-Training und die dadurch optimierte arterielle Kohlendioxid-Konzentration weiten sich die Blutgefäße. Der Blutdruck und die Herzrate sinken, die Sauerstoffversorgung des Herzens verbessert sich - das Herz ist weniger anfällig für Arrhythmien, Brustenge, Herzstolpern usw.

  • Durch das Atem-Normalisierungs-Training und das konsequente Einüben der Nasen- und Bauchatmung weiten sich die oberen Atemwege, so dass die Nasenatmung auch nachts wieder gegeben ist, was die Wahrscheinlichkeit für das nächtliche Verlegen der Atemwege drastisch reduziert.

  • Das Atem-Normalisierungs-Training und das damit einhergehende Zulassen von mehr Kohlendioxid im arteriellen Blut bewirkt eine Aktivierung des Parasymapthikus, weniger Stresshormone, wie z.B. Adrenalin und Cortisol, werden ausgeschüttet, das allgemeine Erregungsniveau sinkt - die nötige Entspannung fürs Ein- und Durchschlafen stellt sich ein.

  • Der optimierte pH-Wert im arteriellen Blut sorgt für die optimierte körpereigene Herstellung bzw. Funktionsweise von Enzymen, Neurotransmittern, Hormonen, Vitaminen usw. Dadurch verbessert sich die Sauerstoffversorgung auf zellulärer Ebene - man ist wacher und leistungsfähiger.

  • Ca. 14 % der deutschen Bevölkerung leiden darunter, Tendenz steigend) - du bist also nicht allein!

    Wer an einer Angst- oder Panikstörung leidet, dessen Atem weist so gut wie immer dyfsunktionale Muster auf, die in einer akuten Attacke ihren Höhepunkt erreichen.

    ABER: Angst- und Panikstörungen sollte immer sehr umfassend angegangen werden, z.B. verhaltenstherapeutisch, besonders wenn sie schon länger bestehen und von einer heftigen Symptomatik begleitet sind.

    Da der Atem in akuten Krisensituationen aber immer aus dem Ruder läuft (ca. 30 Minuten vor einer Attacke geht schon los), ist es sehr hilfreich, sich ein umfassendes Atemwissen anzueignen sowie Übungen an der Hand zu haben, mit denen man gegensteuern kann.

  • Durch das Atem-Normalisierungs-Training weiten sich die Gefäße im Gehirn, die Durchblutung verbessert sich und infolgedessen auch die Sauerstoffversorgung des Gehirns.

    Der optimierte pH-Wert im arteriellen Blut sorgt für die optimierte körpereigene Herstellung bzw. Funktionsweise von Enzymen, Neurotransmittern, Hormonen, Vitaminen usw.

    Insbesondere bei der Depression ist, so wie bei Panikstörungen auch, ein umfassender Therapie-Ansatz empfehlenswert.

  • Durch das Atem-Normalisierungs-Training weiten sich die Gefäße im Gehirn, die Durchblutung verbessert sich und infolgedessen auch die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Gemeinsam mit der Aktivierung des Parasympathikus führt dies zu einem Mehr an Konzentration und innerer Ruhe.

  • Das Atem-Normalisierungs-Training und das damit einhergehende Zulassen von mehr Kohlendioxid im arteriellen Blut bewirkt auch auf der muskulären Ebene eine Entspannungsreaktion, die sehr viel nachhaltiger sein kann als jedes Dehnen bzw. jede Massage.

  • Das Atem-Normalisierungs-Training und das damit einhergehende Zulassen von mehr Kohlendioxid im arteriellen Blut entspannt auch die Muskulatur des Verdauungsapparates. Infolgedessen sinkt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Bauchkrämpfen, die Darmpassage verbessert sich, Verstopfung/Blähungen lassen nach. Durch die parasympathische Aktivierung kann auch einer Überaktivierung des Darms in Form von Durchfällen entgegengewirkt werden.

  • Einem Zuwenig an Kohlendioxid im arteriellen Blut (respiratorische Alkalose) versucht der Körper in der Nacht vor allem über die Ausscheidung von Bicarbonat über die Nieren entgegenzuwirken. Dabei verliert der Körper auch vermehrt wichtige mIneralstoffe, wie Calzium und Magnesium.

    Durch das Atem-Normalisierungs-Training und die dadurch optimierte arterielle Kohlendioxid-Konzentration ist das nicht mehr nötig, der nächtliche Harndrang gehört der Vergangenheit an!

  • Chronische Schmerzen bewirken ein Mehr an Spannung im Körper. Sie machen eng, auch den Atem. Ein guter Nährboden für dysfunktionale Atemmuster entsteht. Haben sie erst mal Fuß gefasst, verstärken sie den Schmerz und ein Teufelskreislauf wird in Gang gesetzt.

    Kohlendioxid ist ein Relaxans, ein Entspannungsmittel. Durch das Atemtraining und das Zulassen von mehr Kohlendioxid kann dies auch zu einem Nachlassen schon lange bestehender Schmerzen führen.

  • Auch für Sportler, die ihre Performance optimieren wollen, ist das Buteyko-Training, evtl. in Kombination mit weiteren Techniken aus dem Pranayama, eine hervorragende Ergänzung ihres Trainingsprogramms.

  • Das Coaching ist auch sehr hilfreich für Yoga-Übende und -Lehrende, um ihre Atemkompetenz zu erweitern.

    Oftmals kommt das Thema Atem in den Yogalehrer-Ausbildungen zu kurz und oft trifft man auf den weit verbreiteten Mythos, dass tiefe Atemzüge gesund seien. Ein Blick “hinter die Kulissen” kann hier sehr hilfreich sein, um sich übers Yoga keine ungesunden Atemmuster anzutrainieren.

    Man muss (noch) nicht an chronischen Problemen leiden, um aus dem Coaching viel für sich gewinnen zu können.

 
 

Du fragst dich jetzt vielleicht dennoch, ob das wirklich sein kann… Dass all diese unterschiedlichen Probleme mit einem Zuviel-Atmen und dem gestörten Säure-Basen-Haushalt zu tun haben sollen?

Ja, das ist so – denn noch viel mehr als Essen und Trinken ist unser Atem für die Aufrechterhaltung lebensnotwendiger Prozess in unserem Körper zuständig. Er ist unser vitalster Prozess, begleitet er uns doch von der ersten Einatmung nach der Geburt bis zu unserer letzten Ausatmung, wenn wir mal sterben werden. Nur wenige Minuten ohne Atem und unser Leben ist vorbei… Da die Atmung so fundamental auf die Körperchemie einwirkt und keine Zelle, kein physiologischer Vorgang unberührt bleibt, wenn sich die Atmung verändert, kann potenziell in allen Systemen ein Problem auftreten. Und meistens treten da die Probleme auf, wo wir unsere persönlichen Schwachstellen haben, z.B. Magen/Darm, Lunge, obere Atemwege, Kopf, Psyche.

Unser Atem reagiert auf jede äußerliche und innerliche, jede körperliche wie psychische Erfahrung – in der Freude wird er z.B. weit, in der Angst eng, in der Anstrengung vertieft und beschleunigt er sich… Vor allem im Dauerstress atmen wir dauerhaft zu flach, zu schnell, mehr in den Brustkorb statt in den Bauch usw. Das Fatale: Unser Gehirn gewöhnt sich an dieses Zuviel, so wie sich unser Körper auch an ein Zuviel an Zucker/Kaffee/Alkohol gewöhnen kann und diese dann braucht, auch wenn die Folgen für den Körper äußerst ungünstig sein können…

Und so können sich ungünstige Atemmuster, z.B. bei Dauerbelastung, durch eine Erkrankung, im Nachgang zu einer Operation usw., verselbständigen.

Aber auch das in der Wellness- und auch Yoga-Szene weit verbreitete Credo, dass tiefes Atmen gesund sei (take a deep breath) trägt dazu bei, dass sich Menschen ein Zuviel-Atmen angewöhnen.

 

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